Vortrag am 25. Februar 2010 um 19:00 Uhr im Saalbau Dornbusch.
Seit der Öffnung Japans für westlichen Handel und abendländische Kultur im 19. Jahrhundert üben die traditionellen japanischen Theaterformen auf Publikum wie auf Intellektuelle in Deutschland eine magische Anziehungskraft aus. Der Vortrag zeigt in kurzweiliger Manier mit teilweise erstmals präsentierten Bildern und Szenenvideos kulturelle Grundlagen, Formenvielfalt, aber auch „Verirrungen“ der Interpretation.
Anlass ist die bejubelte Uraufführung von „Gisei“ („Das Opfer“), dem Erstlingswerk von Carl Orff („Carmina Burana“, „Die Kluge“) nach dem Akt „Terakoya“(„Die Tempelschule“) aus dem Repertoire des Bunraku und Kabuki am Hessischen Staatstheater Darmstadt Ende Januar dieses Jahres.
Kurzvita des Referenten Dr. Thomas Leims
Studium der Japanologie und Theaterwissenschaft an den Universitäten Bonn, Waseda (Tokyo) und Wien
M.A. in japanischem Theater an der Waseda
Promotion zum Dr. phil.
Wissenschaftliche Laufbahn mit Stationen in Wien, Bonn, Trier, Tokyo, Berkeley (Gastprofessur) und Auckland (Neuseeland; dort Professor und Chair in Japanese). Gegenwärtig Research Associate an der School of Social Sciences and Law, Oxford Brookes University. Zusätzlich freie Tätigkeit als Kommunikationsberater und Mediencoach.
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